Mehr Verkehrssicherheit mit BF 17

- Dr. Peter Ramsauer, MdB
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
(Quelle: BMVBS/Fotograf: Frank Ossenbrink)
Liebe Jugendliche, liebe Eltern,
verständlicherweise haben viele junge Menschen den Wunsch, möglichst früh Auto fahren zu lernen und dann auch fahren zu dürfen. Ob genau dies zu verantworten ist, wurde ab 2004 im Rahmen von Modellversuchen zum begleiteten Fahren ab 17 – kurz BF17 – in den Ländern erprobt: Jugendliche, die ihren Führerschein bereits gemacht hatten, durften ab 17 mit einer erfahrenen Begleitperson an ihrer Seite ans Steuer.
Die Ergebnisse waren erstaunlich. Die Anmeldezahlen und die ersten Begleitstudien zeigten eindeutig: Die Teilnehmer verursachten deutlich weniger Unfälle und Unfalldelikte als andere Führerscheinabsolventen. Zudem gab es bei ihnen nur halb so viele Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
Und so funktioniert BF17: Jugendliche dürfen früher den Führerschein machen und früher ans Steuer, doch sie dürfen bis zu ihrem 18. Lebensjahr nur mit einer Begleitperson fahren. Diese wird vorab registriert und hat bei den Fahrten die Aufgabe, den Jugendlichen an eine sichere Fahrweise heranzuführen. So bekommen die jungen Autofahrer mehr Routine und Sicherheit beim Fahren.
Heute nutzen mehr als die Hälfte der Jugendlichen, die mit 18 Jahren ihren Kartenführerschein beantragen, die Möglichkeit des BF17. Das zeigt auch im Straßenverkehr eine erfreuliche Wirkung: Diese jungen Fahrerinnen und Fahrer sind als 18-Jährige um 23 Prozent weniger an Unfällen beteiligt und begehen 22 Prozent weniger Verkehrsverstöße als Jugendliche, die ihren Führerschein auf herkömmlichem Wege erwerben.
Insofern sprach alles dafür, das „Begleitete Fahren ab 17“ in Dauerrecht zu überführen. Seit Januar 2011 ist es nun soweit: Wissenschaftliche Argumente und auch die Erfahrungen vieler Menschen, die mir geschrieben haben, bestätigten mich darin, dass „Begleitetes Fahren ab 17“ eine Erfolgsgeschichte für die Verkehrssicherheit in Deutschland ist.
Allzeit gute Fahrt!
Ihr
Dr. Peter Ramsauer
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

