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Begleitetes Fahren ab 17: Mehr Erfahrung für höhere Sicherheit - Ferienzeit für Vorbereitung der Fahrausbildung nutzen

Viele Jugendliche in ganz Deutschland genießen derzeit ihre Sommerferien. Gerade die 15- und 16-Jährigen unter ihnen können diese freie Zeit nutzen, um sich auf ihren Führerschein vorzubereiten. Denn: Wer frühzeitig alle nötigen Unterlagen beisammen und wichtige Fragen geklärt hat, kann beim Begleiteten Fahren ab 17 (BF17) mit der Fahrschule bereits im Alter von 16,5 Jahren beginnen. Pünktlich zum 17. Geburtstag können die Jugendlichen dann ihre Fahrerlaubnis erhalten. Mit Unterstützung einer Begleitperson sammeln die Jugendlichen dann ein ganzes Jahr lang hilfreiche Erfahrungen im Straßenverkehr.

 

In der Ferienzeit über BF17 informieren und mit den Vorbereitungen beginnen 

                      Bereits kurz vor dem 16. Geburtstag können interessierte Jugendliche mit den Vorbereitungen für die Fahrerlaubnis beginnen. Zur Anmeldung ist ein gültiger Personalausweis notwendig, für den Antrag auf den Führerschein zudem ein biometrisches Passfoto und natürlich die Unterschrift der Erziehungsberechtigten. Möchte man zur Anmeldung den Reisepass verwenden, darf eine gültige Meldebescheinigung nicht fehlen. Die Jugendlichen müssen einen Sehtest sowie eine Erste-Hilfe-Schulung absolvieren. Es lohnt sich auch, möglichst frühzeitig mit den Eltern über angedachte Begleitpersonen zu sprechen, da auch diese bestimmte Kriterien erfüllen müssen: Als Begleitung kommt nur in Frage, wer über 30 Jahre alt ist, seit mindestens fünf Jahren ununterbrochen den Führerschein besitzt und nicht mehr als einen Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg hat. Damit die Anmeldung der Begleitpersonen problemlos funktioniert, kann der Punktestand vorab beim Kraftfahrt-Bundesamt abgefragt werden. Mit aktivierter Online-Ausweisfunktion gelingt das sogar schnell über das Internet. Maximal ein Punkt kann unter Umständen vor der Anmeldung zum BF17 durch die freiwillige Teilnahme an einem Fahreignungsseminar abgebaut werden.

                      Neben den formalen Vorbereitungen sollten die interessierten Jugendlichen auch einige persönliche Fragen klären: Welche Fahrschule ist die richtige für mich? Wie viel Zeit und Geld muss ich für die Ausbildung einplanen? Wie finanziere ich meine Fahrausbildung und wer kann mich zusätzlich dabei unterstützen? Auch hierfür können die Jugendlichen ihre freie Zeit in den Ferien nutzen. Mindestens genauso sinnvoll ist der Blick auf mögliche Stellenangebote für einen Ferienjob, um noch etwas Geld für die Fahrstunden zu verdienen. 

 

                      Dank BF17 wurde die Sicherheit von Fahranfängern deutlich verbessert

Sind alle Voraussetzungen erfüllt und alle Fragen geklärt steht der Anmeldung mit 16,5 Jahren in der Fahrschule nichts mehr im Weg. Für den theoretischen Unterricht, die durchschnittlich etwa 30 praktischen Fahrstunden und die beiden wichtigen Prüfungen bleibt nun ausreichend Zeit. Wer alles innerhalb eines halben Jahres erfolgreich absolviert, kann sich pünktlich zum 17. Geburtstag über die Fahrerlaubnis freuen.

Im Idealfall steht anschließend ein ganzes Jahr für viele gemeinsame Fahrten zur Verfügung: So können die Jugendlichen den Weg zum Training, zum Einkaufen oder zu den Großeltern hinter dem Steuer zurücklegen. Die ersten Fahrten im dichten Berufsverkehr, bei Regen, Schnee oder Nebel lassen sich mit einer erfahrenen Begleitung leichter bewältigen als allein. Wer auch Nacht- und Dämmerungsfahrten gemeinsam mit seiner Begleitperson übt, fährt später auch in solchen Situationen sicherer. Das senkt das Unfallrisiko, das bei Jugendlichen am höchsten ist, nachweislich. Studien belegen, dass ehemalige BF17-Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim späteren alleinverantwortlichen Fahren rund 20 Prozent seltener an Unfällen beteiligt sind als diejenigen, die direkt nach der Fahrschule auf sich allein gestellt waren.

 
Alle wichtigen Informationen sowie praktische Tipps für Jugendliche, Eltern und weitere Begleitpersonen finden sich auf der Webseite www.bf17.de des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und der Deutschen Verkehrswacht (DVW). Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

 

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Anmeldung zum BF17 ab 16,5 Jahren
  • Theoretische Prüfung frühestens 3 Monate vor dem 17. Geburtstag, praktische Prüfung frühestens einen Monat vorher
  • Begleitpersonen sind mindestens 30 Jahre alt, haben seit fünf Jahren ununterbrochen den Führerschein und maximal einen Punkt im Fahreignungsregister
  • Unbegrenzte Anzahl an Begleitpersonen möglich, Eltern müssen zustimmen
  • Probezeit ohne Verstöße auch im BF17 nur 2 Jahre lang
  • Alkoholbegrenzung von 0,0 Promille gilt bei allen Fahranfängern bis 21 Jahre und während der gesamten Probezeit
  • Im Schadensfall liegt die Verantwortung bei dem, der am Steuer sitzt – unabhängig von Volljährigkeit
  • Kfz-Versicherung prüfen und Tarif ggf. auf BF17-Teilnahme anpassen
  • Alkoholbegrenzung von 0,0 Promille gilt bei allen Fahranfängern bis 21 Jahre und während der gesamten Probezeit
  • Im Schadensfall liegt die Verantwortung bei dem, der am Steuer sitzt – unabhängig von Volljährigkeit
  • Kfz-Versicherung prüfen und Tarif ggf. auf BF17-Teilnahme anpassen
10.08.2016
Von: Pressebüro FrÜherschein


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