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BF17-Tipp: Rettungsgasse bilden - So geht's

Nach einem Unfall kommt es auf jede Sekunde an, Menschenleben zu retten und Unfallopfer zu versorgen. Die Rettungsgasse ermöglicht allen Helfern den schnellen Zugriff am Unfallort.

Nach einem Unfall kommt es auf jede Sekunde an, Menschenleben zu retten und Unfallopfer zu versorgen. „Leider ist es in jüngster Vergangenheit, zuletzt nach dem schweren Busunglück auf der A9, immer wieder vorgekommen, dass die Rettungsgasse nicht oder zu spät und unzureichend gebildet worden ist“, beschreibt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) Christian Kellner das Problem.

Dabei ist die Regel spielend einfach: Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen und Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Fahrtrichtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder die Fahrzeuge stehen, müssen alle Fahrzeuge sofort eine Rettungsgasse bilden – schon bevor Sirenen von Polizei, Notarzt oder Feuerwehr zu hören sind.

Das bedeutet: Fahrzeuge, die auf dem linken Fahrstreifen fahren, weichen nach links aus. Fahrzeuge auf einem der übrigen Fahrstreifen fahren nach rechts – unabhängig davon, wie viele Fahrstreifen vorhanden sind. Im BF17-gif-Video kannst Du Dir ansehen, wie schnell und leicht die Rettungsgasse gebildet werden kann.

Rettungsgasse bilden

Erst im Dezember 2016 ist die Regelung zur Bildung einer Rettungsgasse in Paragraf 11 Absatz 2 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) vereinfacht worden.

Die "Rechte-Hand-Regel"

Gut merken kann man sich die neue Regelung auch mit der sogenannten „Rechte-Hand-Regel“: Man schaut auf den rechten Handrücken. Die Finger symbolisieren die Fahrspuren, die vor einem liegen. Der Daumen ist die linke Spur, auf der die Autos etwas weiter nach links fahren sollten. Auf allen anderen Spuren weicht man nach rechts aus. Die ‚Lücke‘ zwischen Daumen und Zeigefinger ist die Rettungsgasse.

Es kommt darauf an, bereits vorausschauend und im fließenden Verkehr die Weichen für eine funktionierende Rettungsgasse zu stellen können: „Je mehr Abstand ich zu meinem Vordermann halte, desto flexibler kann ich reagieren“, erläutert der DVR-Hauptgeschäftsführer. Durch ausreichenden Abstand ließen sich außerdem viele Unfälle vermeiden.

Mehr aktuelle Infos, Tipps und Tricks rund um das Begleitete Fahren findest Du auch auf der BF17-Facebookseite.

Quelle: DVR

14.07.2017


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