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Fragen und Antworten für Jugendliche

Warum sollte ich bereits mit 17 Jahren am BF17 teilnehmen?

Die Ausbildung in der Fahrschule legt den Grundstein für sicheres Autofahren. Allerdings verunglücken Fahranfänger und Fahranfängerinnen häufig kurz nachdem sie ihre Führerscheinprüfung abgelegt haben. Für sie bietet das Begleitete Fahren die Möglichkeit nach der Ausbildung bis zu zwölf Monate in Begleitung eines erfahrenen Erwachsenen weiter zu üben. Die Praxis zeigt, dass Jugendliche begleitet ein Mehrfaches an Kilometern zurücklegen als während der Ausbildung in der Fahrschule. Und die Wissenschaft belegt: Anschließend ist ihr Unfallrisiko beim selbstständigen Fahren deutlich niedriger als ohne das vorherige Begleitete Fahren. 

Wo kann ich mich zur Fahrausbildung anmelden und wer bildet mich aus?

Jugendliche können sich in jeder zugelassenen Fahrschule anmelden. Dort wird auch die Ausbildung absolviert.

Ab wann darf ich mit der Fahrausbildung beginnen?

Die Fahrausbildung darf mit 16 ½ Jahren begonnen werden.

Gibt es besondere Vorschriften bei der Fahrausbildung für das BF17?

Nein. Die Fahrschüler und Fahrschülerinnen erhalten dieselbe Ausbildung wie jene, die ihre Fahrerlaubnis erst mit 18 Jahren erwerben und danach gleich den „Kartenführerschein“ bekommen.

Muss ich die Fahrschule über die Teilnahme am BF17 informieren?

Ja, denn zur Teilnahme ist ein entsprechender Antrag auszufüllen. Häufig hat die Fahrschule die notwendigen Formulare vorrätig und gibt Hinweise zur richtigen Antragstellung.

Wo kann ich einen Antrag auf BF17 stellen?

Anträge können bei der Fahrerlaubnisbehörde des Wohnorts gestellt werden. Die Eltern beziehungsweise die gesetzlichen Vertreter müssen dem Begleiteten Fahren ebenso zustimmen, wie die Begleitpersonen, die auf der Prüfungsbescheinigung benannt werden.

Wie viele Begleitpersonen kann ich benennen?

Die Zahl derjenigen, die Dich begleiten können, ist nicht begrenzt. In den meisten Fällen werden zwei Begleitpersonen benannt. Mindestens eine Person musst Du bereits im Antrag auf das BF17 bennen. Wer sichergehen möchte, dass er wirklich häufig die Möglichkeit bekommt, selbst am Steuer zu sitzen, sollte überlegen, wen er noch eintragen möchte. Je mehr Begleitpersonen auf der Prüfungsbescheinigung eingetragen werden, umso mehr Gelegenheiten zum Begleiteten Fahren hast Du!

Welche weiteren Unterlagen sind für die Antragsstellung erforderlich?

Um einen Antrag stellen zu können, benötigen Jugendliche außer dem Antragsformular und den Angaben zu den Begleitpersonen ihren Personalausweis oder Reisepass, ein Passbild (biometrisches Foto), einen Sehtest vom Augenarzt oder Optiker (nicht älter als zwei Jahre) und eine Bescheinigung über Sofortmaßnahmen am Unfallort („Kleiner Erste-Hilfe-Kurs“). Darüber hinaus sind erforderlich: Kopien der Personalausweise von Begleitpersonen und Erziehungsberechtigten sowie Kopien der Führerscheine derer. Bei der Antragstellung werden Gebühren fällig: Für den Führerscheinantrag im Allgemeinen, die Prüfungsbescheinigung sowie Zusatzkosten pro Begleitperson für deren Überprüfung im Verkehrszentralregister. Eine genaue Auflistung der erforderlichen Dokumente und Gebühren findet sich meist auf der Homepage der Führerscheinstelle.

Entstehen durch das BF17 zusätzliche Kosten?

Ja, die Ausfertigung der Prüfungsbescheinigung für den jungen Fahrer oder Fahrerin und die Auskunft aus dem Verkehrszentralregister (Punktestand) für jede Begleitperson verursachen geringfügige zusätzliche Kosten im Vergleich zum Führerscheinerwerb ab 18 Jahren. Die Höhe dieser Gebühren ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Entsprechende Informationen finden sich meist auf der Internetseite der Führerscheinstelle.

Brauche ich ein medizinisch-psychologisches Gutachten für BF17?

Nein, das ist nicht erforderlich.

Darf ich beim BF17 gleich die Fahrausbildung zum Motorradführerschein A2 mitmachen?

Nein. Die Fahrausbildung zum Motorradführerschein der Klasse A2 darf erst mit 17 ½ Jahren begonnen werden. Alternativ gibt es die Fahrerlaubnis der Klasse A1 für Leichtkrafträder mit bis zu 125 ccm Hubraum. Für diese Klasse kann die Fahrausbildung mit 15 ½ Jahren begonnen werden. Das Fahren ist ab 16 Jahren erlaubt.

Ab wann darf ich zum BF17 die theoretische Prüfung ablegen?

Die theoretische Prüfung darf frühestens drei Monate vor dem 17. Geburtstag abgelegt werden.

Ab wann darf ich zum BF17 die praktische Prüfung ablegen?

Die praktische Prüfung darf ab einem Monat vor dem 17. Geburtstag abgelegt werden.

Gibt es besondere Vorschriften für die theoretische und die praktische Prüfung?

Nein. Bewerber und Bewerberinnen für BF17 absolvieren dieselben Prüfungen wie die Bewerber für den Führerschein ab 18 Jahren.

Bekomme ich nach der bestandenen Prüfung den „Kartenführerschein“?

Nein. 17-Jährige erhalten eine so genannte „Prüfungsbescheinigung“, auf der die Begleitpersonen eingetragen sind.

Wer händigt mir die Prüfungsbescheinigung aus?

Der Fahrschüler oder die Fahrschülerin erhält nach erfolgreicher Fahrerlaubnisprüfung eine entsprechende Bestätigung vom Prüfenden, die er oder sie bei der Führerscheinstelle der eigenen Gemeinde vorlegen muss. Die Prüfungsbescheinigung erhält man aber erst, wenn man 17 Jahre alt geworden ist.

Enthält die Prüfungsbescheinigung ein Foto von mir?

Nein, die Prüfungsbescheinigung enthält kein Foto. Aus diesem Grund müssen Fahranfänger beim Autofahren immer einen Personalausweis oder Reisepass dabei haben.

Was muss ich tun, um meinen „Kartenführerschein“ zu bekommen? Wird er mir an meinem 18. Geburtstag automatisch zugesendet?

Nein. Der Kartenführerschein muss zwar nicht eigens beantragt werden, dies macht die Führerscheinstelle automatisch etwa einen Monat vor dem 18. Geburtstag der Fahranfänger und -anfängerinnen. Sie müssen ihn aber – sobald sie 18 Jahre alt sind – bei der Führerscheinstelle selbst abholen und dabei die bisher gültige Prüfungsbescheinigung vorlegen.

Was passiert, wenn ich meinen Kartenführerschein nach meinem 18. Geburtstag nicht gleich abhole?

Die Prüfungsbescheinigung aus dem Begleiteten Fahren ist bis zu drei Monate nach dem 18. Geburtstag gültig. In dieser Phase entfällt bereits die Auflage, nur in Begleitung zu fahren. Danach ist die Prüfungsbescheinigung jedoch abgelaufen. Daher sollte der Fahranfänger oder die Fahranfängerin seinen oder ihren Kartenführerschein bis spätestens drei Monate nach dem 18. Geburtstag bei der Führerscheinstelle abgeholt haben. Wer nach Ablauf seiner Prüfungsbescheinigung ohne Kartenführerschein Auto fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Wann beginnt beim BF17 die Probezeit?

Die Probezeit beginnt mit der Erteilung der Fahrerlaubnis, also mit der Aushändigung der Prüfungsbescheinigung.

Wie lange dauert die Probezeit beim BF17?

Die Probezeit dauert wie bei jeder Ersterteilung der Pkw-Fahrerlaubnis zwei Jahre.

Welche Folgen hat es für mich, dass meine Probezeit mit dem Erhalt der Prüfungsbescheinigung beginnt?

Die Folge ist, dass bei Verstößen gegen straßenverkehrsrechtliche Vorschriften in der Zeit des Begleiteten Fahrens die gleichen Maßnahmen ergriffen werden, wie bei den übrigen Inhabern und Inhaberinnen der Fahrerlaubnis auf Probe.

Was ist eigentlich die so genannte „Begleitauflage“ beim BF17?

Damit ist gemeint, dass 17-Jährige nur in Begleitung eines Erwachsenen Auto fahren dürfen. Die Begleitperson muss auf ihrer Prüfungsbescheinigung eingetragen und mindestens 30 Jahre alt sein, außerdem seit mehr als fünf Jahren ununterbrochen den Pkw-Führerschein besitzen und nicht mehr als einen Punkt im Fahreignungsregister (ab 01.05.2014) bzw. drei Punkte im Verkehrszentralregister (bis 30.04.2014) haben. Zudem gelten für die Begleitperson die 0,5-Promille-Grenze und das Drogenverbot.

Wer ist für die Einhaltung der Begleitauflage verantwortlich?

Für die Einhaltung der Begleitauflage bist Du selbst verantwortlich.

Wie lange muss ich eigentlich in Begleitung fahren?

Die Vorschrift gilt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.

Welche Fahrerlaubnisklassen sind beim BF17 eingeschlossen?

Die Prüfungsbescheinigung zum Begleiteten Fahren schließt die Klassen AM und L ein.

Darf ich Fahrzeuge der Klassen AM und L ohne Begleitung fahren?

Ja, da das erforderliche Mindestalter von 16 Jahren für diese drei Klassen bereits erreicht ist. Es müssen jedoch die Prüfungsbescheinigung und ein Ausweis mitgeführt werden.

Darf ich als 17-Jähriger auch im Ausland begleitet fahren?

Ursprünglich war die Fahrerlaubnis im Begleiteten Fahren nur innerhalb Deutschlands gültig. Mittlerweile dürfen BF17-Teilnehmer unter Einhaltung der deutschen Begleitauflagen auch in Österreich Auto fahren. Das sollte aber unbedingt und in jedem Fall vorher mit der Haftpflichtversicherung abgeklärt werden.

Kann meine Fahrerlaubnis widerrufen und meine Prüfungsbescheinigung eingezogen werden?

Ja, das ist möglich, und zwar insbesondere dann, wenn Du gegen die Auflagen des Begleiteten Fahrens verstößt.

Was passiert, wenn ein 17-jähriger Fahrerlaubnisinhaber ohne Begleitung Auto fährt?

Das Fahren ohne Begleitung ist ein schwerwiegender Verstoß gegen die Vorschriften der Fahrerlaubnis-Verordnung. Als Folge wird die Fahrerlaubnis des jungen Fahrers und Fahrerin widerrufen. Da sich der Verstoß innerhalb der Probezeit ereignet, wird nicht nur ein Bußgeld erteilt, sondern auch die Probezeit verlängert. Zudem muss der Fahranfänger oder -anfängerin vor Neuerteilung der Fahrerlaubnis ein kostenpflichtiges Aufbauseminar (Nachschulung) nach § 2a Abs. 2 StVG absolvieren.

Wann darf die Fahrerlaubnis nach einem Widerruf erneuert werden?

Eine neue Fahrerlaubnis darf frühestens nach sechs Monaten ausgestellt werden. Voraussetzung ist, dass der Bewerber und Bewerberin an einem Aufbauseminar (Nachschulung) nach § 2a Abs. 2 StVG teilgenommen hat.

Welche Konsequenzen hat der Widerruf der Fahrerlaubnis für die im BF17 eingeschlossenen Klassen AM und L?

Die eingeschlossenen Klassen AM und L bleiben erhalten. Ebenso bleibt eine bereits vor der Klasse B erworbene Fahrerlaubnis der Klasse A1 für Kleinkrafträder erhalten. Zusätzlich muss ein kostenpflichtiges Aufbauseminar besucht werden und die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre. Eine neue Fahrerlaubnis darf frühestens nach sechs Monaten ausgestellt werden. Voraussetzung ist, dass der Bewerber oder die Bewerberin an einem Aufbauseminar (Nachschulung) nach § 2a Abs. 2 StVG teilgenommen hat.

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