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Unfallrisiko

Jung und gefährdet – nächtliche Freizeitunfälle betreffen besonders die 18-24Jährigen

Junge Erwachsene haben weltweit das mit Abstand höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr. Auch in Deutschland verunglückten im Jahr 2015 mehr als 66.000 18- bis 24-Jährige. 473 junge Männer und Frauen wurden bei Verkehrsunfällen getötet.

Ungefähr drei Viertel der jungen Erwachsenen verunglücken mit dem Auto. Rund 34.000 von ihnen saßen selbst am Steuer, etwa 12.000 sind lediglich mitgefahren. Besonders bei den Verkehrstoten wird ein wichtiger Unterschied deutlich: fast drei Viertel von ihnen waren Männer.

Straßenverkehrsunfälle 2009

Jung und unerfahren

Seit 1991 ist die Zahl der Verkehrsunfälle junger Menschen deutlich zurückgegangen, bei den Verunglückten um rund 60%, bei den Getöteten sogar um 90%. Dennoch liegen Sie im Vergleich zu anderen Altersgruppen überproportional hoch.

Die Wissenschaft nennt dafür zwei Hauptgründe:
Erstens das sogenannte Anfängerrisiko, das unabhängig vom Alter besteht. Wer erst wenige Monate fährt, benötigt noch viel Aufmerksamkeit für die Handhabung des Autos und hat wenige Erfahrungen im Straßenverkehr. Deshalb fällt es häufig schwer, gleichzeitig die Verkehrssituation zu beobachten und plötzlich auftauchende Gefahren rechtzeitig zu erkennen und richtig zu reagieren.    

Zweitens führt der Lebensstil der jungen Menschen mit typischen Fahrzielen, Uhrzeiten und Wegen, das Unterwegssein im Freundeskreis, aber auch die noch nicht abgeschlossene Persönlichkeitsentwicklung und eine höhere Risikobereitschaft zum sogenannten Jugendlichkeitsrisiko. Anfängerrisiko und Jugendlichkeitsrisiko treffen bei jungen Fahranfängern und Fahranfängerinnen zur gleichen Zeit zusammen.

Unfälle im Verhältnis zur Fahrpraxis

Fahrpraxis entscheidend

Unfallanalysen zeigen, dass die größte Gefahr gleich zu Beginn des Allein-Fahrens besteht. Mit zunehmender Fahrerfahrung verringert sich das Unfallrisiko deutlich: Bereits nach neun Monaten halbiert es sich, nach rund zweieinhalb Jahren liegt es nur noch bei 10% vom Anfangsrisiko. 

Diese Zahlen zeigen, wie wichtig Fahrpraxis für sicheres Autofahren ist. Durch das Begleitete Fahren kann wichtige Fahrerfahrung schon vor dem 18. Geburtstag unter geschützten Bedingungen erworben werden.

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