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Tipps für Begleitpersonen

In schwierigen Fahrsituationen stehen die Begleitpersonen mit Tipps zur Seite

Was muss ich beachten, wenn ich beim BF17 mitmache? Wie kann ich die Jugendlichen beim Fahren am besten unterstützen? Tipps und Ratschläge für Begleitpersonen.

  • Das Wichtigste zuerst: Seien Sie Vorbild, wenn Sie selbst am Steuer sind.
  • Fahren Sie nur angeschnallt und benutzen Sie während der Fahrt Ihr Handy wenn überhaupt nur mit Freisprecheinrichtung.
  • Halten Sie sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen und auch an alle anderen Verkehrsregeln. Die Jugendlichen orientieren sich an Ihrem Verhalten.
  • Bieten Sie den gemeinsamen Besuch einer Informationsveranstaltung zum BF17 an. Hier wird alles Wichtige erklärt und beide Seiten können ihre gegenseitigen Erwartungen klären.

Die gemeinsamen Begleitfahrten werden Sie zwar kaum mehr Geld, aber einiges an Zeit kosten. Manche Fahrtziele und Strecken werden nicht zu Ihren üblichen Wegen gehören. Seien Sie dennoch für die Fahrtwünsche der Jugendlichen offen, denn oft geht es dabei um die Wege, die beim späteren Alleine-Fahren von ihnen beherrscht werden müssen. Gehen Sie großzügig mit Ihrer Zeit um und betrachten Sie die Begleitfahrten als Investition in die Sicherheit eines jungen Menschen.

 

Gefühl der Sicherheit vermitteln

Ihre Unterstützung kann bereits vor der Fahrt beginnen, zum Beispiel mit Tipps zur Festlegung der Wegstrecke zum Ziel.

Ihre Anwesenheit kann den Jugendlichen während der Fahrt ein Gefühl der Wertschätzung und Sicherheit vermitteln. Schaffen Sie dafür bei den Begleitfahrten eine positive Atmosphäre. Wer das Gefühl hat, ständig belehrt zu werden, wird die Fahrten kaum als sicheren Raum erleben, in dem Fahrkompetenz entwickelt werden kann.

Bleiben Sie geduldig. Niemand, der gerade erst die Fahrerlaubnis bekommen hat, fährt schon völlig sicher und fehlerlos. Aller Anfang ist schwer und auch Sie waren in Ihrer Anfangszeit bestimmt nicht perfekt. Geben Sie ihrem Fahranfänger oder ihrer Fahranfängerin die Möglichkeit, Fehler selbst zu korrigieren.

Wer erst wenige Kilometer selbst gefahren ist, hat besondere Schwierigkeiten, Gefahren zu erkennen und Risiken einzuschätzen. Dank Ihrer Erfahrung werden Sie manche Verkehrssituation vielleicht ganz anders beurteilen. Als Begleitperson stehen Sie vor der großen Herausforderung, den Jugendlichen am Steuer ausreichend Zeit zu lassen, um Gefahren im Straßenverkehr selbst wahrzunehmen.

 

Richtiges Feedback hilft

Beobachten Sie das Verkehrsgeschehen und Fahrverhalten der Jugendlichen. Versuchen Sie, bei unangepasster Geschwindigkeit oder zu geringem Sicherheitsabstand mäßigend zu wirken. Schlagen Sie eine kurze Pause vor, wenn die Fahrt sehr anstrengend ist. Das entlastet und verhindert, dass sich falsche Fahrweisen angewöhnt werden.

Sprechen Sie nach den Fahrten miteinander über Ihre Eindrücke: Was ist gut gelaufen? Was war schwierig? Wo gab es Unsicherheiten? Ihr Feedback soll helfen, die eigenen Handlungen besser einzuschätzen und für zukünftige Situationen zu lernen. Am besten erreichen Sie dies durch Lob und konstruktive Kritik. Zur besseren Übersicht können Sie den Jugendlichen oder die Jugendliche zum führen eines Fahrtenbuchs anregen.

Falls die Motivation der Jugendlichen für die gemeinsamen Begleitfahrten nachlässt, ist Ihre Unterstützung besonders wichtig. Erinnern Sie an das Ziel des Begleiteten Fahrens und schlagen Sie selbst Fahrten vor.

Unternehmen Sie Begleitfahrten nicht nur bei Tageslicht und Sonnenschein. Das Fahren bei Dämmerung und Dunkelheit, bei Regen, Schneefall oder Nebel ist eine besondere Herausforderung und kann in Ihrem Beisein viel sicherer geübt werden als später alleine.

 

Nur fit ins Auto

Verzichten Sie auf Begleitfahrten, wenn Sie den Eindruck haben, dass sich die Fahranfängerin oder der Fahranfänger müde, krank oder unwohl fühlt. Auch Aufregung oder Zeitdruck sind keine guten Rahmenbedingungen für eine sichere Übungsfahrt.

Auch wenn Sie selbst krank sind, sich nicht gut fühlen oder Alkohol getrunken haben, sollten Sie vom Begleiten absehen. Natürlich dürfen Sie als Begleitperson auch nicht mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut haben oder unter dem Einfluss von Drogen stehen.

Werden Sie nie laut oder unfreundlich, auch wenn Sie der Fahrstil des jungen Fahrers oder der Fahrerin einmal richtig aufregt. Das würde nur weiteren Stress und Unsicherheit erzeugen. Schlagen Sie eine kurze Pause vor, in der Sie beide zur Ruhe kommen können.

Wichtig ist: Widersprechen Sie nicht einer Fahrtechnik, die die Jugendlichen zuvor in der Fahrschule gelernt haben. Sie sind schließlich kein Fahrlehrer oder keine Fahrlehrerin und dürfen deshalb auch nicht selbst ins Fahren eingreifen. Die Verantwortung liegt immer bei der Person am Steuer.

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